Archiv der Kategorie: Job & Karriere

Delegation braucht Klarheit

Klarheit gehört zum kleinen Einmaleins in der Führung. Insbesondere dann, wenn es um die Delegation von Aufgaben geht.

Entscheidend ist hier der Start: Wissen Ihre Mitarbeiter, wirklich immer, warum sie etwas tun sollen? Und was genau das Resultat ihrer Arbeit sein soll? Wie gehen Sie mit Fehlern ihrer Mitarbeiter um? Wissen sie, dass sie für ihr Verhalten die Konsequnzen tragen müssen?

Wie steht es mit Ihrer Art, Aufgaben (und Verantwortungen!) zu delegieren? Überprüfen Sie regelmässig und selbstkritisch, ob die Mitarbeiter überhaupt eine Chance hatten, die Aufgabe in Ihrem Sinne bzw. im Sinn der Vorgabe zu erfüllen? Sind Sie immer klar in Ihren Anweisungen?

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“Weg von” oder “hin zu”?

Die eine ist hoch motiviert, Prozesse zu verändern und zu optimieren. Den anderen reizt die besondere Herausforderung in einem vom Konkurs bedrohten Unternehmen. Ein dritter möchte einfach nur weg.

Klopfen Sie einmal selbstkritisch ab, was Ihr Motiv für eine Veränderung ist – ob Sie “weg von etwas” oder “hin zu etwas” möchten.

“weg von” …

Schwierigkeiten im Projekt, Ärger mit den Arbeitskollegen oder frustriert, weil die Kunden ständig reklamieren? Manchmal möchte man am liebsten den Bettel hinschmeissen und einfach abhauen – egal wohin, Hauptsache weg.

Vor bedeutenden Veränderungen ist es wichtig, dass Sie sich selbstkritisch mit sich und der Situation auseinander setzen und konkretisieren, was Ihnen nicht passt. Vermutlich kennen Sie den Spruch “Love it, change it or leave it”. Prüfen Sie doch einmal die Situation mit Hilfe solcher und ähnlicher Fragen:
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Die ersten 100 Tage im Job

… sind der erste Gradmesser. Wie hat man sich in die Materie eingearbeitet, wie sein internes Netzwerk aufgebaut, welche erste (vorsichtigen, aber nicht zu zaghaften) Entscheidungen zeigen bereits Wirkung?

Gisela Bolbrügge schreibt im Wachstumsblog:

Oft kommt es gerade in dieser Zeit darauf an, seinen Willen zur Führung deutlich zu machen und einen “Claim” abzustecken. Es geht darum, von den Mitarbeitern als Führungskraft anerkannt zu werden und sich den Respekt der Kollegen und Vorgesetzten zu erwerben. Diese Phase ist nicht immer ganz einfach. Wo soll man sich Rat holen, ohne sich eine Blöße zu geben? In dieser Situation kann ein Business-Coach gut helfen. Der Coach kann Ihnen -ohne eigene Interessen zu vertreten- in dieser Situation bei stehen.

Heute bringt news.ch eine Meldung über die ersten 100 Tage von Papst Benedikt XVI in seinem Amt:

Nach 100 Tagen an der Spitze der katholischen Kirche hat Benedikt XVI. eine erste Bilanz gezogen: Papst-Sein ist nicht einfach.

Es gibt tatsächlich mehr Vergleichbares zwischen CEO in einem wirtschaftlich orientierten Unternehmen und CEO der katholischen Kirche, als man auf Anhieb denken würde. Beide müssen …

  • … sich in die Materie einarbeiten
  • … sich ein internes Netzwerk aufbauen
  • … erste Entscheidungen treffen
  • … ihren Willen zur Führung deutlich machen
  • … ihren Claim abstecken
  • … von ihren Mitarbeitern als Führungskraft anerkannt werden

Nur eines ist für den Papst nicht nötig: den Respekt bei Kollegen (hat er nicht) und beim Vorgesetzten (den trifft er erst, wenn er den Job aufgibt) erwerben. (Und Coachs als Sparringpartner hat er auch genügend. Vermutlich … Oder ob ich da mal anrufen soll?)

Erzählen Sie doch mal von Ihren Schwächen …

… ist eine (vielleicht sogar die) klassische Frage in einem Bewerbungsgespräch. Jede(r) weiss, dass diese Frage im Interview kommen wird und fast jede(r) befürchet, hier ins Straucheln zu kommen. Warum?

  • Geprägt durch unsere (Geschäfts-)Kultur gehen wir davon aus, dass Stärken gut und Schwächen schlecht sind. Das ist natürlich grundsätzlich richtig.
  • In der Folge gehen wir im Einstellungsgespräch davon aus, dass wir die Stelle z.B. wegen unserer Kompetenzen erhalten, bzw. sie nicht erhalten, weil wir Schwächen haben. Das ist aber nur bedingt richtig: wenn uns eine Kernkompetenz, die im neuen Job gefordert ist, fehlt, dann werden wir sicher keine Zusage erhalten – klar. Wenn wir aber etwas nicht oder nicht besonders gut können, diese Fähigkeit aber für den Job gar nicht gefragt ist, kann’s durchaus klappen.
  • Eine Volksweisheit sagt: “Aus Fehlern wird man klug.” – das ist ebenso richtig. Fehler sind immer auch kleine Krisen. Und Krise bedeutet Irritation, Orientierungslosigkeit, Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und vieles mehr. Aber Krise bedeutet immer auch Entwicklung!
  • Es ist vergebliche Müh’, sich seine Schwächen abtrainieren zu wollen (siehe auch Stärken und Schwächen). Entscheidend ist nämlich, a) dass man seine Schwächen (er-)kennt und b) was man aus dieser Erkenntnis macht – wie man also die Chance zur eigenen Weiterentwicklung nutzt.

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