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Spezifisch-ehrlich oder allgemein-diffus? Das Dilemma beim Schreiben von Bewerbungsabsagen

Die Bewerberin hat ihre Bewerbung vorbildlich auf das Unternehmen abgestimmt. Doch nach wenigen Tagen erhält sie eine 08/15-Absage und ist verständlicherweise enttäuscht. Die Personalfachfrau hat in zwei Tagen 150 Bewerbungen prüfen und 140 Absagen schreiben müssen. Sie schafft es auch beim besten Willen nicht, jedem Bewerber eine individuelle Absage zu schreiben. Ein alltägliches Dilemma …

Bewerbungen finden immer in einem Gemisch aus Sachlichkeit, Emotionalität, Hoffnung, Sachzwängen, Erwartungen und menschlicher Fehler statt. Da sind von Unverständnis bis zu gewaltiger Enttäuschung alle Reaktionen denkbar.

In diesem Zusammenhang entstand Ende Oktober auf Twitter eine Diskussion, nachdem ein Blogartikel von Monster Österreich ins Spiel gebracht wurde: Individuelle Absageschreiben gibt es leider viel zu selten…! Darin geht es zum einen darum, im Schreiben spezifisch auf die wahren Gründe der Absage einzugehen. Zum anderen plädiert der Autor dafür, dem Bewerber die Möglichkeit zu geben, sich anhand eines konkreten Feedbacks zu verbessern. Und führt ein Beispielschreiben auf, das den Empfänger auf Schreibfehler, mangelhaft eingescannte Dokumente und unbedachte Formulierungen hingewiesen wird.

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Bewerbungsgespräche: Achtung, Beobachtungsfallen!

Wenn ich Bewerber und Bewerberinnen interviewe, ist es meine Aufgabe, während des Gesprächs Fakten zu sammeln und danach zu interpretieren und zu beurteilen. Meine Wahrnehmung kann dabei nie objektiv sein und ist immer eine subjektive Auswahl, die von meinen eigenen Vorstellungen und Erfahrungen abhängig ist.

Persönliche Eindrücke sind wichtig und beeinflussen mein Bild von einem Menschen. Ich kann und soll diesen Einfluss nicht ausschalten. Aber ich sollte mir dessen während des Gesprächs stets bewusst sein und so verhindern, in die Beobachtungsfalle zu tappen:

Kontrast-Effekt

Nach einem Gespräch mit einem sehr guten Bewerber besteht die Gefahr, dass mein Bild anderer, durchaus guter Kandidaten, schlechter ausfällt, als es ursprünglich effektiv war. Dieser Effekt gilt auch umgekehrt: ein sehr schlechter Kandidat lässt mittelmässige Bewerber tendenziell eher besser aussehen.

Erster Eindruck

Der erste Eindruck, den ich von einem Kandidaten habe, hat einen grösseren Einfluss auf meine Beurteilung. In Kombination mit der Stereotype («Menschen mit starkem Händedruck sind selbstbewusst») und dem Reihenfolge-Effekt ein häufiger Beobachtungsfehler.
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Was macht eigentlich ein Outplacement-Berater?

Im Rahmen der «Beruf-Serie» stellt die Süddeutsche Zeitung auf Süddeutsche.de seltene Berufe vor. Letzte Woche ging’s um den Outplacement-Berater:

Ein IT-Manager, der einen Bio-Supermarkt eröffnet? Ein Abteilungsleiter, der als Sachbearbeiter von vorne beginnt? Alles schon mal da gewesen. Kündigung, Neuanfang, Branchenwechsel – all das gehört zu Daubs Alltag.

„Unsere Klienten sollten sich auch persönlich weiterentwickeln“. Biografie, Erfolge, Misserfolge – viele kleine Mosaiksteine ergeben ein Gesamtbild. Ist das Ziel klar, lernen die Bewerber, sich richtig zu verkaufen und wie sie am besten im Gespräch auftreten.

Doch warum sollten Firmen überhaupt Geld für jemanden ausgeben, der sowieso entlassen wird? Daub beantwortet die Frage mit der „sozialen Verantwortung“. […] Wem nachgesagt wird, sich bis zuletzt um seine Angestellten zu kümmern, kann auch wieder einfacher neue gewinnen.

Bewerben: klassisch auf dem Postweg oder über die elektronischen Medien?

Die Möglichkeiten, die das Internet und die verschiedenen Kanäle bieten, sind verlockend. Aber nicht immer Erfolg versprechend. Erfahren Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich «elektronisch» bewerben.


Entscheidend sind Ihre Unterlagen, nicht der Weg!

Grundlage jeder Bewerbung sind Begleitbrief, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse und Ausbildungsnachweise. Diese Dokumente sind – ganz unabhängig vom Kanal – die entscheidenden Elemente, ohne sie geht es nicht! Das gilt nicht nur für den Inhalt, sondern auch für die Form. Auch wenn auch im Businessbereich der Umgang zum Glück lockerer geworden ist, halten Sie sich an die klassischen Höflichkeitsformen: «Sehr geehrter Herr Muster» kommt sicher besser an als «Hi :-)!

Die Wahl des Mediums liegt nicht immer bei Ihnen

Der Entscheid, welchen Weg Sie für Ihre Bewerbung wählen, liegt nicht immer in Ihrer Hand, oft wird er im Stelleninserat vorgegeben. «Bewerbungen per E-Mail bevorzugt», ein unmissverständlicher Button «Online bewerben» oder die klassische Postadresse als einzige Kontaktmöglichkeit: so zeigt das Unternehmen unmissverständlich, was es erwartet. Halten Sie sich daran!

Online-Profile bei Xing & Co.

Wenn Sie ein aktuelles Profil auf so genannten Business-Plattformen wie Xing oder Linkedin haben, dann ist es heute durchaus nicht mehr ungewöhnlich, wenn Sie in Ihrem Lebenslauf den Link dorthin aufführen. Nicht anstelle des Lebenslaufs, sondern als Ergänzung! Überlegen Sie aber genau, ob die Informationen in Ihrem Profil wirklich zielführend sind.

Ihr Blog

Sie schreiben in einem Blog regelmässig über Sie interessierende Themen? Berufliche und oder persönliche? Bedenken Sie auch hier, dass die Inhalte (auch die Kommentare anderer!) interpretierbar sind und nicht zwingend so ankommen, wie Sie sich das (damals) beim Schreiben gedacht haben. Wenn Ihr Blog nicht ein wirklicher Mehrwert in Ihrer Bewerbung ist, lassen Sie einen Hinweis darauf weg.

Mit der Bewerbungsseite zum Erfolg?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob eine Bewerbungs-Website sinnvoll sei. Leider nein: sie sind in der Regel kontraproduktiv, weil es auf der Empfängerseite oft sehr viel Aufwand braucht, Ihre Bewerbung verarbeiten. In 99% aller Fälle rate ich deshalb davon ab. Sinnvoll mag eine solche Seite dann sein, wenn Sie sich z.B. als Webprogrammierer bewerben und so gleichzeitig eine «Arbeitsprobe» zeigen wollen.

Bewerbung über die Online-Plattformen

Bei den Online-Plattformen (wie sie vor allem grössere Unternehmen einsetzen, weil sie so die direkte Anbindung an die internen IT-Systeme sicherstellen und den Prozess vereinfachen können), können Sie kaum etwas falsch machen, wenn Sie sich an die Vorgaben der Eingabeformulare halten. Die Erfassung der Daten ist manchmal etwas mühsam; Sie sollten sich dennoch die Zeit nehmen und auf exakte Angaben achten.

Fazit

Der Inhalt Ihrer Bewerbung ist entscheidend, nicht das Medium. Messlatte ist dabei immer das Ziel, es den Personalfachleute so einfach wie möglich zu machen, die Informationen über Sie schnell zu erkennen und zu verarbeiten. Vermeiden Sie alles, was Ihre Chance schmälert, zum Gespräch eingeladen zu werden!

Welche Angaben gehören in welcher Reihenfolge in einen Lebenslauf?

Ich erhalte immer wieder Anfragen, was in einen Lebenslauf gehöre und ich welcher Reihenfolge diese Angaben aufzuführen seien.

Dieses MindMap zeigt, welche Angaben in ein CV gehören und wie der sinnvolle Aufbau eines Lebenslauf (für 95% der Fälle) aussieht:
(MindMap oben beginnend im Uhrzeigersinn lesen)

Download: Lebenslauf/CV (pdf, 205 kB)