Archiv der Kategorie: Führung & Management

Coaching für Führungskräfte: Ursache und Wirkung

Coaching für Führungskräfte hat sich als effiziente und praxisnahe Form der Beratung etabliert und ist heute auf allen Ebenen akzeptiert.

Es ist besonders bei Führungskräften sinn- und wirkungsvoll, da hier oft ein offenes Feedback und die neutrale Sicht von aussen fehlt. Sei es bei Fragen des eigenen Führungsverhaltens, der Bewältigung veränderter Anforderungen oder der persönlichen Weiterentwicklung.

Entscheidend bei einem Coaching ist –neben absoluter Diskretion und gegenseitigem Vertrauen– die Selbstbestimmung und Selbstverantwortung des Coachees. Es gilt der Grundsatz: das Problem und vor allem die Lösung gehört dem Kunden!

Wann ist Coaching besonders nützlich?

In einem Coaching kann es um Leistungs- und Motivationsthemen gehen, gemeinsames Reflektieren und Hinterfragen, die Vorbereitung von Entscheidungen und viele andere Fragestellungen.
Weiterlesen

Management by Objectives – Führung durch Zielvereinbarung

In der Praxis stelle ich erfreut fest, dass immer mehr Unternehmen jährliche Mitarbeitergespräche durchführen. Ein Teil davon arbeitet dabei mit der «Management by Objectives»-Methode (MbO). Damit dieses wichtige Element der Mitarbeiterführung (und -förderung!) nicht scheitert, sind diese acht Punkte bei der Festlegung der Ziele wichtig:

  1. Ziele «top down» festlegen
    Ganz oben steht das Unternehmensziel. Von dort werden die Ziele auf die Abteilungen herunter gebrochen (und untereinander abgestimmt). Danach auf die Gruppen usw. Zum Schluss werden die Ziele für jeden Mitarbeiter definiert. Grundatz: keine Mitarbeiterziele ohne Unternehmensziele.
  2. Weiterlesen

Ja oder Nein – Entscheidungen erfolgreich treffen

Das neuste Buch, das ich zur Zeit am Lesen und Verarbeiten bin:

Die ‚Ja oder Nein‘-Strategie für Manager von Spencer Johnson (der andere bekannte Bücher wie Die Mäuse-Strategie für Manager und Der Minuten Manager geschrieben hat).

Obwohl ich das Buch noch nicht vollständig bearbeitet habe, überzeugt mich das Konzept bzw. die darin beschriebenen Entscheidungsmethodik:

  • Der Nachteil vieler Techniken: man hat einen riesigen Aufwand , um sie zu erlernen, und im Alltag greifen sie trotzdem nicht – sie sind zu kompliziert. Johnsons Methodik ist einfach (zu erlernen und umzusetzen) und allein schon deshalb genial: sie ist absolut alltagstauglich. Ja oder nein – das ist die wesentlichste Frage.
  • Sie richtet sich am menschlichen Wesen aus, weil es sich schliesslich bei Schwierigkeiten mit Entscheidungen immer um menschliche Verhaltensmuster handelt, die im Berufs- und Privatleben stets die selben sind. Johnsons Tipps helfen also, Entscheidungen im Business und im persönlichen Bereich zu treffen.
  • Johnson bringt es klar auf den Punkt: erfolgreich trifft man Entscheidungen dann, wenn man sowohl seinen Kopf als auch sein Herz zu Rate zieht. Nicht entweder oder – sowohl als auch ist einmal mehr die richtige Losung!
  • Und nicht zu letzt: Das Buch zeigt, wie man es schafft, die eigene Methodik anzuwenden bzw. mit Hilfe seiner eigenen, ganz speifzischen „Instrumenten“ zu entscheiden. Und so heisst das erste Kapitel: „Den eigenen Weg finden.

Einer der Hauptgedanken Johnsons gefällt mir ganz besonders gut:

Ich vermeide Unentschlossenheit und halbherzige Entscheidungen. Ich verwende beide Hälften eines zuverlässigen Systems, um in jeder Situation bessere Entscheidungen zu treffen: einen kühlen Kopf und ein warmes Herz.
Ich setze meinen Kopf ein bei den praktischen Fragen: Werde ich den Notwendigkeiten gerecht? Informiere ich mich über die Alternativen? Durchdenke ich alles gründlich? Ja oder Nein?
Ich ziehe mein Herz zu Rate bei den persönlichen Fragen: […] Bin ich ehrlich mit mir selbst? Vertraue ich auf meine Intuition? Habe ich ein gutes Selbstwertgefühlt? Ja oder Nein?
Bei Ja mach ich weiter, bei Nein überlege ich noch einmal.

Delegation braucht Klarheit

Klarheit gehört zum kleinen Einmaleins in der Führung. Insbesondere dann, wenn es um die Delegation von Aufgaben geht.

Entscheidend ist hier der Start: Wissen Ihre Mitarbeiter, wirklich immer, warum sie etwas tun sollen? Und was genau das Resultat ihrer Arbeit sein soll? Wie gehen Sie mit Fehlern ihrer Mitarbeiter um? Wissen sie, dass sie für ihr Verhalten die Konsequnzen tragen müssen?

Wie steht es mit Ihrer Art, Aufgaben (und Verantwortungen!) zu delegieren? Überprüfen Sie regelmässig und selbstkritisch, ob die Mitarbeiter überhaupt eine Chance hatten, die Aufgabe in Ihrem Sinne bzw. im Sinn der Vorgabe zu erfüllen? Sind Sie immer klar in Ihren Anweisungen?

Weiterlesen

Und plötzlich bin ich Führungskraft

Am Beginn der Karriere muss ein junger Manager einen Rollenwechsel vollziehen: er wird vom Fachspezialisten ohne Leitungsfunktion zum Manager, der auch verantwortlich ist für Führung, Förderung und Beurteilung von Mitarbeitern.

Dieser Rollenwechsel macht vielen Schwierigkeiten: oft muss die neue Rolle unvorbereitet übernommen werden – „Sie werden das schon schaffen!“. Im günstigsten Fall wird der künftige Manager in ein 3-tägiges Seminar geschickt, muss dann aber feststellen, dass in der Praxis alles anders und vieles noch unklar ist:

  • Insbesondere sehr guten Fachspezialisten kann es schwer fallen, in die Führungsaufgabe zu wechseln, wo eher Breite statt Tiefe im Denken und Handeln verlangt ist.
  • Im Zusammenhang mit der Führung von Mitarbeitern gewinnen die sozialen Kompetenzen enorm an Bedeutung – eine Fähigkeit, die vorher vielleicht kaum oder gar nicht zum Tragen gekommen ist.
  • Die Mitarbeiter stellen den jungen Chef gleich von Anfang auf die Probe und wollen austesten, wo die Grenzen liegen. „Laufen lassen oder Zügel anziehen?“ – das ist hier die Frage.
  • Bisher genügte es, seine Position durch das Fachwissen zu festigen. Jetzt sind plötzlich auch taktisches und politisches Geschick gefragt. Aber wie macht man das?
  • Der Kollege auf der gleichen Stufe, der bisher so umgänglich und hilfsbereit war, ist irgendwie anders. Klar: der Neue ist nun plötzlich ein Konkurrent auf dem Weg nach oben.
  • Und nicht zuletzt macht dem jungen Chef die Erwartungshaltung Druck: den Vorgesetzten, der grosses Vertrauen in einen setzt, und die Ehefrau, die so unendlich stolz ist, möchte man auf keinen Fall enttäuschen.

Weiterlesen