Archiv der Kategorie: Bewerbung

Job wechseln – ist jetzt der richtige Moment?

Massiver Stellenabbau in der Branche, Unzufriedenheit mit der Aufgabe, Angst vor dem Wechsel im Management? Wann ist der richtige Moment, um den Job zu wechseln? Mit einer Standortbestimmung, dem Wissen um die eigenen Ziele und einer realistischen Bewertung der Möglichkeiten fällt ein Entscheid viel leichter.

Die aktuelle Wirtschaftslage, die Unzufriedenheit mit den eigenen Perspektiven, Angst vor dem Stellenverlust – es gibt viele gute Gründe, sich mit der eigenen beruflichen Veränderung zu beschäftigen.

Bei den einen kommt der Impuls dazu ganz plötzlich, bei anderen ist es längerer Prozess. Aber irgendwann ist klar: «So soll es nicht weiter gehen!» – eine wichtige Erkenntnis, aber nocht nicht die Lösung. Die kann erst gefunden werden, wenn man der (Ur-)Sache auf den Grund geht, neue Wahlmöglichkeiten identifiziert und bewertet. Erst dann kann man entscheiden und handeln.

Dabei ist es wichtig, sich mit den Kernfragen auseinander zu setzen, damit die berufliche Veränderung zielgerichtet geschieht und so nicht zum Flop wird:

  • Wer bin ich? Wer bin ich nicht?
  • Was will ich? Was will ich nicht?
  • Wo will ich hin? Wo will ich nicht hin?

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Bewerben: klassisch auf dem Postweg oder über die elektronischen Medien?

Die Möglichkeiten, die das Internet und die verschiedenen Kanäle bieten, sind verlockend. Aber nicht immer Erfolg versprechend. Erfahren Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich «elektronisch» bewerben.


Entscheidend sind Ihre Unterlagen, nicht der Weg!

Grundlage jeder Bewerbung sind Begleitbrief, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse und Ausbildungsnachweise. Diese Dokumente sind – ganz unabhängig vom Kanal – die entscheidenden Elemente, ohne sie geht es nicht! Das gilt nicht nur für den Inhalt, sondern auch für die Form. Auch wenn auch im Businessbereich der Umgang zum Glück lockerer geworden ist, halten Sie sich an die klassischen Höflichkeitsformen: «Sehr geehrter Herr Muster» kommt sicher besser an als «Hi :-)!

Die Wahl des Mediums liegt nicht immer bei Ihnen

Der Entscheid, welchen Weg Sie für Ihre Bewerbung wählen, liegt nicht immer in Ihrer Hand, oft wird er im Stelleninserat vorgegeben. «Bewerbungen per E-Mail bevorzugt», ein unmissverständlicher Button «Online bewerben» oder die klassische Postadresse als einzige Kontaktmöglichkeit: so zeigt das Unternehmen unmissverständlich, was es erwartet. Halten Sie sich daran!

Online-Profile bei Xing & Co.

Wenn Sie ein aktuelles Profil auf so genannten Business-Plattformen wie Xing oder Linkedin haben, dann ist es heute durchaus nicht mehr ungewöhnlich, wenn Sie in Ihrem Lebenslauf den Link dorthin aufführen. Nicht anstelle des Lebenslaufs, sondern als Ergänzung! Überlegen Sie aber genau, ob die Informationen in Ihrem Profil wirklich zielführend sind.

Ihr Blog

Sie schreiben in einem Blog regelmässig über Sie interessierende Themen? Berufliche und oder persönliche? Bedenken Sie auch hier, dass die Inhalte (auch die Kommentare anderer!) interpretierbar sind und nicht zwingend so ankommen, wie Sie sich das (damals) beim Schreiben gedacht haben. Wenn Ihr Blog nicht ein wirklicher Mehrwert in Ihrer Bewerbung ist, lassen Sie einen Hinweis darauf weg.

Mit der Bewerbungsseite zum Erfolg?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob eine Bewerbungs-Website sinnvoll sei. Leider nein: sie sind in der Regel kontraproduktiv, weil es auf der Empfängerseite oft sehr viel Aufwand braucht, Ihre Bewerbung verarbeiten. In 99% aller Fälle rate ich deshalb davon ab. Sinnvoll mag eine solche Seite dann sein, wenn Sie sich z.B. als Webprogrammierer bewerben und so gleichzeitig eine «Arbeitsprobe» zeigen wollen.

Bewerbung über die Online-Plattformen

Bei den Online-Plattformen (wie sie vor allem grössere Unternehmen einsetzen, weil sie so die direkte Anbindung an die internen IT-Systeme sicherstellen und den Prozess vereinfachen können), können Sie kaum etwas falsch machen, wenn Sie sich an die Vorgaben der Eingabeformulare halten. Die Erfassung der Daten ist manchmal etwas mühsam; Sie sollten sich dennoch die Zeit nehmen und auf exakte Angaben achten.

Fazit

Der Inhalt Ihrer Bewerbung ist entscheidend, nicht das Medium. Messlatte ist dabei immer das Ziel, es den Personalfachleute so einfach wie möglich zu machen, die Informationen über Sie schnell zu erkennen und zu verarbeiten. Vermeiden Sie alles, was Ihre Chance schmälert, zum Gespräch eingeladen zu werden!

Welche Angaben gehören in welcher Reihenfolge in einen Lebenslauf?

Ich erhalte immer wieder Anfragen, was in einen Lebenslauf gehöre und ich welcher Reihenfolge diese Angaben aufzuführen seien.

Dieses MindMap zeigt, welche Angaben in ein CV gehören und wie der sinnvolle Aufbau eines Lebenslauf (für 95% der Fälle) aussieht:
(MindMap oben beginnend im Uhrzeigersinn lesen)

Download: Lebenslauf/CV (pdf, 205 kB)

Bewerbungs-Checkliste: So soll meine Bewerbung aussehen

Allgemeines

  • Habe ich alle wichtigen Informationen für eine erfolgreiche Bewerbung? Wäre es ratsam, vorher mit dem Stellenanbieter Kontakt aufnehmen, um weitere wichtige Hinweise zu bekommen?
  • Habe ich alle Unterlagen auf Rechtschreibung und Grammatik überprüft? Wer könnte mich hier unterstützen?
  • Habe ich von meinen Arbeits- und Ausbildungszeugnisse Kopien in guter Qualität gemacht, damit ich keine Originale versenden muss?

Bewerbung per Post
Indem Sie alle verlangten Unterlagen in Ihrem Dossier mitschicken, verhindern Sie unnötige Rückfragen!

  • Sind meine Bewerbungsunterlagen vollständig? Habe ich alle verlangten Dokumente beigelegt?
  • Stimmt die Reihenfolge der Unterlagen (Begleitbrief, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Ausbildungsnachweise, weitere Unterlagen)?
  • Ist die Grösse meines Dossiers „vernünftig“? (nicht zu gross/nicht zu klein)?
  • Ist ein Foto im Stelleninserat verlangt? Ist mein Portrait von guter Qualität?
  • Habe ich Name und Adresse des Empfängers auf dem Couvert korrekt geschrieben? Stimmt die Frankierung?

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Die ersten 100 Tage im Job

… sind der erste Gradmesser. Wie hat man sich in die Materie eingearbeitet, wie sein internes Netzwerk aufgebaut, welche erste (vorsichtigen, aber nicht zu zaghaften) Entscheidungen zeigen bereits Wirkung?

Gisela Bolbrügge schreibt im Wachstumsblog:

Oft kommt es gerade in dieser Zeit darauf an, seinen Willen zur Führung deutlich zu machen und einen „Claim“ abzustecken. Es geht darum, von den Mitarbeitern als Führungskraft anerkannt zu werden und sich den Respekt der Kollegen und Vorgesetzten zu erwerben. Diese Phase ist nicht immer ganz einfach. Wo soll man sich Rat holen, ohne sich eine Blöße zu geben? In dieser Situation kann ein Business-Coach gut helfen. Der Coach kann Ihnen -ohne eigene Interessen zu vertreten- in dieser Situation bei stehen.

Heute bringt news.ch eine Meldung über die ersten 100 Tage von Papst Benedikt XVI in seinem Amt:

Nach 100 Tagen an der Spitze der katholischen Kirche hat Benedikt XVI. eine erste Bilanz gezogen: Papst-Sein ist nicht einfach.

Es gibt tatsächlich mehr Vergleichbares zwischen CEO in einem wirtschaftlich orientierten Unternehmen und CEO der katholischen Kirche, als man auf Anhieb denken würde. Beide müssen …

  • … sich in die Materie einarbeiten
  • … sich ein internes Netzwerk aufbauen
  • … erste Entscheidungen treffen
  • … ihren Willen zur Führung deutlich machen
  • … ihren Claim abstecken
  • … von ihren Mitarbeitern als Führungskraft anerkannt werden

Nur eines ist für den Papst nicht nötig: den Respekt bei Kollegen (hat er nicht) und beim Vorgesetzten (den trifft er erst, wenn er den Job aufgibt) erwerben. (Und Coachs als Sparringpartner hat er auch genügend. Vermutlich … Oder ob ich da mal anrufen soll?)