Archiv für den Monat: Dezember 2008

Erzählen Sie doch mal von Ihren Schwächen …

… ist eine (vielleicht sogar die) klassische Frage in einem Bewerbungsgespräch. Jede(r) weiss, dass diese Frage im Interview kommen wird und fast jede(r) befürchet, hier ins Straucheln zu kommen. Warum?

  • Geprägt durch unsere (Geschäfts-)Kultur gehen wir davon aus, dass Stärken gut und Schwächen schlecht sind. Das ist natürlich grundsätzlich richtig.
  • In der Folge gehen wir im Einstellungsgespräch davon aus, dass wir die Stelle z.B. wegen unserer Kompetenzen erhalten, bzw. sie nicht erhalten, weil wir Schwächen haben. Das ist aber nur bedingt richtig: wenn uns eine Kernkompetenz, die im neuen Job gefordert ist, fehlt, dann werden wir sicher keine Zusage erhalten – klar. Wenn wir aber etwas nicht oder nicht besonders gut können, diese Fähigkeit aber für den Job gar nicht gefragt ist, kann’s durchaus klappen.
  • Eine Volksweisheit sagt: “Aus Fehlern wird man klug.” – das ist ebenso richtig. Fehler sind immer auch kleine Krisen. Und Krise bedeutet Irritation, Orientierungslosigkeit, Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und vieles mehr. Aber Krise bedeutet immer auch Entwicklung!
  • Es ist vergebliche Müh’, sich seine Schwächen abtrainieren zu wollen (siehe auch Stärken und Schwächen). Entscheidend ist nämlich, a) dass man seine Schwächen (er-)kennt und b) was man aus dieser Erkenntnis macht – wie man also die Chance zur eigenen Weiterentwicklung nutzt.

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